Danke für 2011 & Prosit für 2012!

Ich möchte mich für die großartige Unterstützung im Jahr 2011 sehr herzlich bedanken! Es war ein sehr abwechslungsreiches, spannendes Jahr. Für die Wiener Jugend und Lehrlinge konnten einige Meilensteine gesetzt werden: 

Die Ausbildungsgarantie für alle Wiener Jugendlichen wird konsequent fortgesetzt, dementsprechend auch das Übergangsmanagement von Pflichtschule zur Lehre oder anderen Bildungsformen ausgeweitet. Die Stadt Wien und ihre Unternehmungen bilden rund 1.300 Lehrlinge aus und gemeinsam mit dem AMS erhalten weitere (mehr als) 4.000 Jugendliche eine Ausbildung bei einer überbetrieblichen Ausbildungseinrichtung. Insgesamt war und ist der Schwerpunkt im Ausbau der ganztägigen, gemeinsamen Schule im Sinne von mehr Chancengerechtigkeit zu sehen.

Die Diskussion über Quantität und Qualität in der Lehrausbildung wurde und wird offensiv diskutiert, daher wird es Anfang 2012 auch eine Arbeitsgruppe insbesondere zu den Lehrabschlussprüfungen geben – damit wird der Rekordwert an negativen Ergebnissen bekämpft. Gleichzeitig braucht es dennoch grundlegende Änderungen im Lehrausbildungsbereich, damit eine qualitativ hochwertige Lehrausbildung sichergestellt wird. Über die GPA-djp Jugend Wien wurde mit JugendvertrauensrätInnen der Schwerpunkt auf die betriebliche Ausbildungsqualität gelegt, einige tolle Erfolge zeigen auch die Möglichkeit von konkreten Verbesserungen. Die Herausforderung für 2012 wird es sein, weiterhin die Mitsprache von ArbeitnehmerInnen/Lehrlinge auszubauen (wie es mit der Einführung von VertrauensrätInnen in den Lehrwerkstätten gelungen ist), daher möglichst viele neue JVR in Betrieben zu gründen.

Einen großen Schritt weiter sind wir hinsichtlich der Auftragsvergabe der Stadt Wien und ihren Unternehmungen bezüglich der Berücksichtigung der Lehrausbildung gekommen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir im Frühjahr 2012 konkrete Schritte setzen werden. Sorge bereitet mir die geringe Anzahl an Betrieben, welche Lehrlinge ausbilden. Es geht mir hierbei um eine Frage der Gerechtigkeit. Fachkräfte fallen nicht vom Himmel, welche von Betrieben benötigt wird. Auch leistet die Gesellschaft über die Finanzierung von Steuern wesentliche Grundlagen für Unternehmungen (zB Infrastruktur, Bildung, Sicherheit, Gesundheit), daher tragen sie auch gegenüber der Gesellschaft eine Verantwortung. Dementsprechend werde ich auch 2012 für einen Berufsausbildungsfonds kämpfen, damit ausbildungsfaule Betriebe einen Beitrag zugunsten von qualitativ hochwertigen Lehrausbildungsmaßnahmen leisten.

Die Erweiterung der Disco-Sperrstunde unter Einbeziehung der Interessen von Jugendlichen, AnrainerInnen und ArbeitnehmerInnen ist für viele junge Menschen eine tolle Sache gewesen. Sie können nun auch gemeinsam mit Freundinnen und Freunden vom Alltagsstress abschalten und gemeinsam schöne, friedliche Partynächte feiern. Wichtig ist natürlich dabei, dass die arbeitsrechtlichen Bestimmungen für die ArbeitnehmerInnen dieser Lokalitäten eingehalten werden.

2012 warten einige Herausforderungen auf uns, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir diese gemeinsam meistern werden. Ich bedanke mich nochmals sehr herzlich für die großartige Unterstützung von so vielen lieben Menschen und wünsche für 2012 viel Erfolg und Gesundheit!



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